Nicht jede Branche lässt täglich Tagen und Feste feiern.

Wir schon.

Eine starke Branche

Mehr Gäste, mehr Reisetage der Deutschen, mehr Übernachtungen, mehr Beschäftigte: Die deutsche Tourismuswirtschaft ist seit Jahren stabil auf Wachstumskurs. Als großer Arbeitgeber und treibende Konjunkturkraft gewinnt sie immer weiter an Bedeutung. Auch gesellschaftlich ist die Branche als Integrationsmotor heute wichtiger als je zuvor.

 

Tourismus und Reisen spielen in Deutschland eine große Rolle: Die Deutschen waren 2016 erneut rund 1,67 Milliarden Tage im Rahmen von privaten Tages- und Übernachtungsreisen unterwegs - damit wurde fast das Rekordniveau des Vorjahrs erreicht.

Wenn es um Auslandsreisen geht, stehen die deutschen Reisenden seit vielen Jahren auf dem Siegerpodest. Und für das Reiseziel Deutschland war 2016 bereits das siebte Rekordjahr in Folge. Seit 2010 legten die Übernachtungen von 380 auf 447 Millionen an – ein Plus von fast 18 Prozent. Auch die Übernachtungen von ausländischen Reisenden nehmen dabei seit vielen Jahren kontinuierlich auf mittlerweile mehr als 80 Millionen zu. Zu diesem Trend des Reiseziels Deutschland tragen auch sehr gute Standortbedingungen bei – etwa in den Bereichen Infrastruktur, Hygiene und kulturelle Angebote. Das bestätigt beispielsweise der Travel and Tourism Competitiveness Report, ein internationaler Vergleich des Weltwirtschaftsforums, in dem Deutschland auf dem dritten Platz hinter Spanien und Frankreich glänzt.

Positiv ist die Entwicklung auch im Verkehrsbereich. So erreichten die deutschen Flughäfen im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert: Sie zählten 223 Millionen Passagiere. Zunahmen verzeichneten zudem die Fernzugreisen mit 138 Millionen sowie die Linienfernbusreisen mit mindestens 24 Millionen Fahrgästen.

 

Treibende Konjunkturkraft

Mit fast drei Millionen Arbeitsplätzen und einem Anteil von rund 4 Prozent an der Bruttowertschöpfung befindet sich die Tourismuswirtschaft auf Augenhöhe mit Branchen wie  Maschinenbau oder dem Bankensektor. In den vergangenen beiden Jahren stieg die Zahl der im Tourismus sozialversicherungspflichtig Beschäftigten überdurchschnittlich an – auch der Bedarf an Ausbildungskräften ist nach wie vor hoch. Zum gesamtwirtschaftlichen Aufstieg trägt die Branche bei, indem sie die Attraktivität des Wirtschafts- und Veranstaltungslandes Deutschland garantiert: Järhlich nehmen an Kongressen und Events in Deutschland fast 400 Millionen Besucher teil.

Gesellschaftlicher Integrationsmotor

Gesellschaftliches Engagement und gesellschaftliche Werte werden in der Tourismuswirtschaft seit jeher groß geschrieben. Die Branche steht für kulturellen Austausch, Gastfreundschaft und Wertschätzung – nicht nur im In-, sondern auch im Ausland. So leistet sie in zahlreichen Ländern eine Art Entwicklungshilfe, denn die Auslandsreisen der Deutschen fördern den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt vor Ort. Ein Beispiel: Jährlich reisen mehr als elf Millionen Touristen aus Deutschland in Entwicklungs- und Schwellenländer und geben dabei viele Milliarden Euro aus. Für die Zielländer heißt das: 15 deutsche Touristen sorgen dort für einen Arbeitsplatz. Darüber hinaus gehen steigende Touristenzahlen in den Zielländern einher mit höherer Alphabetisierung, einem verbesserten Zugang zu Wasser und Elektrizität sowie mit einem höheren Bildungsindex und einer verstärkten politischen Teilhabe.

In Deutschland trägt die Weltoffenheit der Tourismuswirtschaft dazu bei, dass hier viele Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten. Da die Wachstumsbranche Einstiegschancen für fast alle Qualifikations- und Bildungslevel bietet, hilft sie auch Flüchtlingen, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Während in den vergangenen zwei Jahren nur sieben Prozent der deutschen Unternehmen Flüchtlinge beschäftigten, waren es im Gastgewerbe laut einer Umfrage 28 Prozent.